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PRODUKTHINWEISE
Titel: Battlefield 2: Modern Combat
USK Freigabe:
Entwickler: Digital Illusions
Vertrieb: Electronic Arts
Erschienen: 22. Juni 2005
System: Windows 98/Me/2000/XP
CPU mit mind. 2500 MHz
1 GB RAM Speicher
Mindestens 128 MB Grafikkarte
1,5 GB Festplattenspeicher
DirectX komp. Soundkarte
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SINGLEPLAYER
Battlefield 2 entspricht weitgehend dem bewährten Internet-Multiplayer-Gampelay des Vorgängers. Es ist ein Ego-Shooter mit Land-, See- und Lufteinheiten, wobei zwei Teams um die Kontrollpunkte auf der Karte kämpfen. Schwerpunkt liegt auf der Action, welcher eindeutig vor dem Realismus angesiedelt ist. Einen richtigen Singleplayer Part gibt es hier zwar nicht wirklich , die Maps können aber mit Bots gespielt werden. Alles in allem ist der Einzelspieler-Modus durchaus zu Trainingszwecken gut, als Ersatz für die gleichwohl intensiveren Mehrspieler-Schlachten ist er aber keinesfalls zu gebrauchen. Das Fehlen einer ansprechenden oder komplexen Hintergrund-Geschichte, sowie die nur spärlich enthaltenen Waffen hinterlassen keinen faden Beigeschmack.

Karten:
Die augenscheinlichste Änderung in Battlefield 2 ist das völlig neue Setting. Kämpften im Vorgänger noch Alliierte und Achsenmächte vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges gegeneinander, bekriegen sich im zweiten Teil die Großmächte USA, China und eine fiktive Koalition des Mittleren Ostens in modernen Szenarien. Das Spiel ist ausserdem derweil (2011) in die Jahre gekommen. 2005 ist es erschienen und hat eine Grafik, die auch an dieses Jahr erinnert. Natürlich aus heutiger Sicht kein Glanzstück in Sachen Grafik, doch sehen wir es aus den Augen wie wir sie im Jahre 2005 hatten, so können wir sagen, das die Grafik für dieses Jahr recht gut war. Die verschiedenen Szenarien wie neblige Sümpfe in China, eine arabische Stadt in der Wüste oder ein gewaltiger noch im Bau befindlicher Staudamm wurden dabei sehr detailliert gestaltet und bieten hierdurch jede Menge taktische Möglichkeiten. Einige Landschaften sind dagegen zwar eher dürftig gestaltet, bei einem auf Multiplayer ausgelegten Spiel mit dermassen Action, sollte dies aber nicht zu sehr aufstossen

Gameplay:
Eine der Neuerungen gegenüber dem Vorgänger ist der Posten des Commanders. Diesen wählen sich Spieler zu Beginn einer jeden Runde per Schnellvoting. Derjenige Bewerber mit dem höchsten militärischen Dienstgrad besetzt den Posten. Der Commander kann weiterhin aktiv am Spielgeschehen teilnehmen, ihm stehen jedoch eine Menge an zusätzlichen Funktionen zur Verfügung. Die Klassen sind jedoch so balanciert, dass die gleiche Klasse in allen Teams dieselbe Durchschlagskraft besitzen. Als Klassen gibt es diesmal die Special Forces, der Scharfschütze, der Sturmsoldat, der Versorgungssoldat, der Pionier, der Sanitäter und der Panzerabwehrschütze. Auch wieder mit dabei sind diverse Fahr- und Flugzeuge die vom Spieler in den Schlachten genutzt werden können. Diese sollten ausserdem meist mit mindestens zwei Personen besetzt sein, da es alleine nunmal nicht möglich ist Geschütz und Steuerung gleichzeitig zu übernehmen.

Models:
Den größten Sprung hat Battlefield 2 in Bezug auf die Grafik gemacht. Selten zuvor sahen Taktik-Shooter dermaßen gut gelungen aus. Das fängt bei den detaillierten Spielfiguren samt ihren flüssigen Animationen an und hört beim realistisch anmutenden Nachbau der Fahrzeuge noch lange nicht auf. Auch die einzelnen Schauplätze mit ihren zahlreichen Gebäuden, Bunkern und Flughäfen sind ein echter Augenschmaus. Lediglich die Cockpits und Armaturenbretter der Fahrzeuge sind teilweise etwas hässlich, was dem Spielspass allerdings keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, tragen sie grundlegend doch zum guten Leveldesign und Tiefgang bei. Enthalten sind viele authentische Fahrzeuge die aus moderneren Schlachtfeldern bekannt sind. Vom einfachen Landungsboot, über Flugzeuge bis hin zum mächtigen Panzer,stehen euch die wichtigsten Kriegsgeräte neuerer Zeit zur Verfügung.

Engine:
Extra für Battlefield haben die Jungs von Digital Illusions ihre eigene Engine komplett überarbeitet. Die Refractor II Engine versieht aber auch 2005 noch zuverlässig ihre Dienste mit gewohnter Stärke, die bereits aus Battlefield 1942 bekannt sein dürfte. Von dieser haben die Entwickler den Kern grundlegend übernommen, die Grafikengine aber komplett neu überarbeitet. An den Routen der Bots, sowie an dem stellenweise stark unliebsamen Menüsystem hat man allerdings nichts verändert. Zählt man hinzu, dass durch die überarbeitung der Grafikengine der Anspruch an die Hardware ungleich höher geworden ist, könnte man von einer Verschlechterung der Engine ausgehen, dies ist aber auf das Gesamtergebnis bezogen nicht richtig. Dagegen stehen nämlich die grösseren Maps und Mapobjekte die nun berechnet werden und die dadurch gestiegene Anzahl der Polygone.

Bots:
Während des gesamten Spielablaufes hinterlässt die Künstliche Intelligenz einen überraschend ausgereiften Eindruck: Die Polygonsoldaten springen in Deckung, bringen eigenständig Sprengsätze an den Panzern des Feindes an und bewegen sogar Fahrzeuge nahezu fehlerfrei über das Gelände. Selbst Flugzeuge, aufgrund ihrer sensiblen Steuerung das Verhängnis so manches menschlichen Spielers, werden von der KI clever und präzise manövriert. In Anbetracht des guten Gesamteindrucks der KI fällt es leicht, dem Programm einige kleinere Schnitzer zu verzeihen: Da kann es schon mal passieren, dass die Bots selbst auf der höchsten Intelligenz-Stufe in der Hitze des Gefechts den eigenen Verbündeten übersehen und diesen gnadenlos überfahren. Zudem scheint die Sichtweite der CPU-Gegner an gewissen Stellen des Spiels stark eingeschränkt: Haben des Computers Mannen erst einmal einen Gegner ins Visier genommen, vergessen sie alles um sich herum. Herannahende Feinde haben leichtes Spiel.

Modifikationen, Add-ons und Booster Packs:
Für Battlefield 2 sind eine Vielzahl von kostenlosen und nicht offiziellen Modifikationen veröffentlicht worden. Diese Mods beinhalten oftmals komplett neue Szenarien, Armeen oder Zeitalter. Es gibt sowohl einfache Veränderungen des Originalspiels, bis hin zu komplett neuen Inhalten. Ausserdem ist mit dem Special Forces Add-on und den Bosster Packs Euro Forces und Armored Fury eine Vielzahl an Zusätzen erhältlich, die einem die Lust am weiterspielen von Battlefield 2 versüssen. Diese sind aufgrund des Alters ausserdem günstig im Handel zu erwerben.

Sound:
Der Sound nimmt allgemein nur eine eher untergeordnete Rolle im Spiel ein. Musik wird ausserdem nur im Hauptmenü und während eines Ladevorganges gespielt und ist ein Mischmasch aus Rock und chinesischer sowie arabischer Musik. Dagegen sind die Schlachtgeräusche wieder grossartig gelungen. Ständig kracht, donnert und rumst es um einen herum. Das martialische Kriegsgetöse wird dabei lediglich von den Funksprüchen der Kameraden unterbrochen, die in einem simplen Menü ausgewählt werden können.
MULTIPLAYER
Im Mehrspieler von Battlefield 2 können wieder bis zu 64 Spieler auf 16 Karten gegeneinander antreten, die jeweils in einer 16-, 32- und 64-Spieler-Variante verfügbar sind. Die Karten 13 bis 16 sind allerdings erst durch Patches hinzugefügt worden und waren nicht bestandteil der Verkaufsversion.

Conquer:
Dieser Multiplayermodus ist eine Besonderheit der Battlefield Reihe und erlaubt spannende und zugleich actiongeladene Multiplayerfights. Conquest basiert auf einem Ticket-System. Ein Ticket repräsentiert einen Respawn. D.h. falls ein Mitspieler stirbt und respawnt, verliert dein Team ein Ticket. An sich nichts wirklich besonderes. Allerdings gibt es auf der Map verschiedene "Capture Points", die es gilt zu besetzen. Hat man dann viele dieser Capture Points besetzt, verliert das gegnerische Team ihre Tickets. Je mehr Capture Poinst, desto schneller geht der Ticket-Zähler der Gegner gegen Null. Im Normalfall wird die Anzahl an Tickets durch die maximale Anzahl an Spielern festgelegt, wobei jedoch auch der Serveradmin die Ticketanzahl festlegen kann, um Schlachten z.B. schneller und intensiver oder auch länger andauern lassen kann. Durch die Hilfe von Tickets lassen sich z.B. auch historische Schlachten akkurat darstellen, da dann das russische Team mehr Tickets bekommt und dadurch ihre technische Unterlegenheit wie in der Vergangenheit durch eine größere Anzahl an Soldaten wettgemacht werden kann.

Capture The Flag:
Das Capture the Flag ist wie jedes beliebige andere Capture the Flag auch. Jedes Team ist im Besitz einiger Flaggen, die an einem bestimmten Punkt im jeweiligen Territorium des Teams positioniert ist und nur darauf wartet vom anderen Team gewechselt zu werden. Man muß einerseits also die Flagge des Gegners einziehen, andererseits müssen die eigenen Flaggen bewacht werden, damit sie nicht auf diebische Art und Weise im eigenen Gebiet gewechselt wird.

Team Deathmatch:
Das Team Deathmatch gehört inzwischen genau so dazu, wie das reine Deathmatch. Hier ist es eigentlich genau gleich, wie im Deathmatch, aber es wird nicht mehr der einzelne Frag gezählt, sondern wie viele Frags das Team macht. Das Team, dass dann am Ende die meisten Frags hat, hat gewonnen.

Technik:
Ressourcenschonend präsentiert sich hingegen der Netzwerk-Code. Mit einer guten Anbindung sollten Pings zwischen 40-70ms an der Tagesordnung liegen. Selbst mit einem 56 Kb/s Modem ist ein ruckelfreies Spielen mit limitierter Spieleranzahl gewährleistet. Das Spiel kann über Internet und Lan gespielt werden. In Battlefield 1942 unterstützt das Netzwerkprotokoll TCP/IP und wird zum Release leider nur einen Windows dedicated Server unterstützen.
 
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